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HALLOREN-CUP 2017

Nachdem unser Team feststand Ivan (3. Dan), Roman (1. Kyu), Nataliia (2. Kyu), Marc (5. Kyu). Chiara und ich (6. Kyu), konnte ich meine Vorfreude kaum noch zügeln. Endlich war es soweit, es ging in die Händelstadt nach Halle an der Saale. Ivan, der seit 4 Jahren das erste Turnier seit langem besuchte, Roman und Nataliia waren erwartungsgemäß cool, na gut Nataliia war am grinsen vor Vorfreude (wie immer halt :-), aber uns anderen drei Turnierneulingen stand die Aufregung doch ins Gesicht schrieben. Dank Ivan hatten wir auch einen passenden Teamnamen „Skankhunt42“… South Park lässt grüßen. Leider war die Teamgröße auf fünf Mitglieder beschränkt, so dass Marc in einem Joint Venture verschiedener Vereine teilnahm. Sein Team war das „All Star Team“.

Das Turnier begann, nach dem obligatorischen Shinai-Check, mit einer gemeinsamen Erwärmung. Das war eine beeindruckende Erfahrung. 18 Mannschaften aus 10 verschiedenen Städten Deutschlands, mit gesamt 85 Kendoka liefen gemeinsam, schlugen Suburis und dehnten sich im Takt der japanischen Zahlen, die wie aus einem Mund von allen Anwesenden gerufen wurden. Das war ein Gänsehautmoment. Ich wünschte ich hätte Fotos davon, aber in einer Hand das Shinai und in der anderen das Handy kommt jetzt nicht soooo gut an. 😉 Im Anschluss legten wir die Mannschaftsreihenfolge fest, sprich wer kämpft zuerst, wer danach und so weiter. Wir sagten uns, es soll vor allem eine Erfahrung für die Anfänger sein, daher stand ich zuerst auf dem Feld, gefolgt von Chiara, dann Nataliia, Roman und Ivan. Aufgrund der Auslosung standen wir sogleich im ersten Kampf des Tages. Während ich noch Glück hatte und einem etwa gleich erfahrenen Gegner gegenüber stand und somit mit einem Unentschieden mit jeweils einem Treffer von der Kampffläche gehen konnte, traf es Chiara vollkommen anders. Sie durfte gegen eine sehr erfahrene Kämpferin antreten (wir vermuten sie hatte bereits einen Dan). Dieser Kampf ging leider verloren und auch Nataliia unterlag dieser energetischen und entschlossenen Kämpferin. Chirara kann sehr stolz sein, denn sie hat sich gut gegen diese Übermacht geschlagen, die erst durch Roman in ihre Schranken gewiesen werden konnte. Leider musste Roman im Anschluss mit einem Unentschieden vorlieb nehmen. Ab diesem Zeitpunkt stand Ivan alleine gegen den Rest der Mannschaft. Aufgrund der Regelung, dass der letzte der Mannschaft auch bei einem Unentschieden auf dem Platz bleibt und der Kampf als gewonnen gewertet wird, konnte Ivan alle Kämpfer der Gegner besiegen. Der letzte Kampf endete in einem Unentschieden, so dass die „Barbarabarbaren“ letztlich nach Punkten gegen uns siegen konnten.

Auch unser zweiter Mannschaftskampf gegen die „Menions“ verlief leider zu unseren Ungunsten. Deren erster Kämpfer überwältigte mit seinen unermüdlichen Anstürmen sowohl mich, als auch Chiara und Nataliia. Unsere Enttäuschung war natürlich groß, wenngleich der Spaß an der Sache an sich überwog. Hier war es wiedermal Roman der die Serie stoppte und mit einem Unentschieden unseren Ivan wieder in Spiel brachte. Dieser kämpfte tapfer gegen die verblieben vier Gegner und trotze somit auch den teilweise unkonventionellen Kämpferinnen des gegnerischen Teams. 😉 Die Erschöpfung von zusammen sieben Kämpfen und die doch strengen Bewertung der Kampfrichter versagten Ivan leider den verdienten Erfolg eines Mannschaftssieges.

Leider konnte ich nicht alle Kämpfe von Marc sehen, aber seiner Mannschaft erging es ähnlich wie unserer. Das Konkurrenten Feld war mit mehr als der Hälfte an Dan-Trägern besetzt und das Niveau des Turnier insgesamt ziemlich hoch, leider etwas zu hoch für unsere stark mit Anfängern besetzte Mannschaft. Aber die Erfahrung war wertvoll, der Spaß war groß und das Team hat einen tollen Tag gehabt, was will man mehr von seinem ersten Turnier.

Hier noch ein paar Bilder von uns und schaut auch mal auf den Seiten der Kendoka Halle vorbei, da finden sich auch noch ein paar andere Bilder und Eindrücke.